Brauche ich wirklich ein Netbook?
Am 16. Oktober gibt es wieder das Medion Akoya Mini bei Aldi für 369 Euro zu kaufen. Wer sich nicht pünktlich um 8 Uhr in die Schlange stellen wird, der wird wohl leer ausgehen. Ähnlich wie beim Asus EEE, wird auch das neue Akoya Mini ein Verkaufshit werden. Doch ist der Hype gerechtfertigt? Brauche ich wirklich ein Netbook?
Die Antwort lautet, wie so oft, Jein. Es kommt natürlich immer drauf an, was man damit anstellen will. Ein Ersatz für ein richtiges Notebook werden die kleinen Brüder niemals werden, aber das ist auch nicht beabsichtigt. Da mir das Akoya Mini gefallen hat, habe ich mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht.
Funktionen
Wahrscheinlich die Hauptfrage, die man sich stellen sollte, bevor man ein Netbook kauft. Was möchte ich eigentlich mit dem Gerät machen? Ist man viel unterwegs und möchte ab und zu ins Netz um eMails zu checken oder zu surfen, sind Netbooks genau richtig. Als Officegeräte für Vielschreiber taugen sie jedoch nicht, da die Tastatur meistens zu klein ist. Zudem ist das kleine Display schnell voll, wenn man mehrere Fenster offen hat. Ähnliches gilt für Spiele, dafür haben sie einfach zu wenig Power.
Mobilität
Klar das Hauptargument für ein Netbook. Die meisten Geräte wiegen nur 1-2 Kg und haben kleine Ausmaße. Die Displays sind maximal 10″ groß und passen somit bequem in jede Tasche. Leider hat man bei kleinen Displays auch eine geringere Auflösung. Bei 800×480 Pixel lässt es sich nicht gut surfen, da fast alle Webseiten zu groß sind. Inzwischen setzt sich aber das 1024×600 Format durch.
Preis
Während der erste Asus EEE noch 299 € gekostet hat, sind die Nachfolger teurer geworden. Das liegt u.a. daran, dass die Displays vergrößert wurden, neue Prozessoren zum Einsatz kommen (Intel Atom) und RAM und Festplattenspeicher ebenfalls gewachsen sind.
Vor ein paar Jahren war es noch völlig unmöglich einen 15,4″ Laptop für unter 600 Euro zu bekommen. Heute bekommt man Einsteigergeräte für ca. 350 €, also ungefähr für den Preis eines Netbooks. Da fällt die Entscheidung schon schwerer, da “richtige” Laptops für den gleichen Preis meistens besser ausgestattet sind.
Insgesamt sind Netbooks also nur begrenzt nutzbar. Man kann sie als vielleicht als größeres und besseres Handy sehen, als Kompromisslösung zwischen einem “schweren” 15,4″ Gerät und einem winzigen UMTS Handy a la iPhone. Wieso? Tippen ist dank der Tastatur bequemer, man kann dank WLAN fast überall surfen und somit auch telefonieren (VoIP) und das Gewicht und die Größe ermöglichen eine ähnliche Mobilität. Der Preis liegt sogar meistens unter dem von moderenen UMTS Geräten.
Am Ende mündet alles in der Frage, welche Faktoren einem wichtiger sind. Da der Preis keine große Rolle spielt (kaum Unterschiede zu einem Einsteigerlaptop), liegt der Hauptknackpunkt in der Mobilität. Will ich also maximale Mobilität und nicht auf die Vorteile einer richtigen Tastatur und eines größeren Displays (im Vergleich zum Handy) verzichten oder bin ich bereit ein etwas größeres Gerät mit 1-2kg mehr zu tragen und dafür die Vorteile einer stärkeren CPU, RAM & Co. zu genießen? You decide.
Update: Auch Tobias beschäftigt sich aktuell mit dem Thema.
|
|
Feed |
Kommentare


Die Frage aller Fragen!
“Brauche ich es wirklich?”
Ich habe mir diese Frage im Bezug auf Netbooks schon mehrmals gestellt und immer wieder verneint.
Dennoch habe ich jetzt einen Eee 1000h und habe ihn schon mehrmals vor Ort bei Kunden gut gebrauchen können. Manchmal weiß man gar nicht was einem fehlt, bis man es das erste mal benutzt
[...] Mediauser sieht die Netbooks nicht als Ersatz für “große” Notebooks. Die Vorteile sind klar das geringe Gewicht sowie die “Hosentaschentauglichkeit”. Jedoch bieten sie lange nicht die Ausstattung einer Notebooks und sind auch sonst eher als Zwischending zwischen guten Handys und günstigen Notebooks zu sehen. [...]