Fußball Streams vor dem Aus?
Fußball Streams im Netz sind sehr beliebt bei allen Fans, die sich kein Pay-TV Abo leisten können. Anbeiter wie Justin.TV zeigen, nicht ganz legal, praktisch jedes Match kostenlos im Netz. Natürlich passt das den Lizenzgebern wie der Premiere League ganz und gar nicht. Sie befürchten Einnahmeausfälle und drängen die britische Regierung jetzt sogar die Internetprovider für die Handlungen ihrer Kunden haftbar zu machen. Ein alte Forderung, die fast von allen P2P Pseudogeschädigten aufgestellt wird.
Sind Online Streams wirklich so eine große Gefahr für die Einnahmen der großen Ligen? Wer mal so einen Stream gesehen hat, dem wird das “Nein” auf diese Frage sehr leicht fallen. Meistens ist die Qualität so schlecht, dass man die Spieler kaum vom Ball unterschieden kann. Viele werden nur mit ausländischen Kommentaren gesendet oder dauernd durch Aussetzer unterbrochen. Solange nicht zumindest in SD Bildqualität wie im Free-TV übertragen wird, ist die große Gefahr nur heiße Luft.
Hinzu kommt eine Tatsache, die auch bei allen anderen P2P Geschichten gilt. Ein Lauglotzer im Netz ist nicht automatisch jemand, der auch ein Abo buchen würde. Es entsteht kein Einnahmeverlust, da sich die Leute bei Wegfall der Streams einfach kein Fußball angucken würden. In VWL-Deutsch heißt das, dass ein Stream keinesfalls ein Substitutionsgut zu einer offiziellen Übertragung in guter Qualität darstellt.
Was würde helfen? Einfach mal über die Preise nachdenken, liebe Anbieter. Damit meine ich nicht unbedingt die Sender wie Premiere & Co, sondern die Lizenzgeber wie z.B. die Bundesliga. Wenn man das Fußballvergnügen etwas bezahlbarer machen würde, dann hätte man auch mehr legale Kunden. Die Streams würden auch weiterhin gesendet werden, die wird man nie abschalten können. Aber die sind auch nicht das Problem.
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Kommentare

[...] MediaUser.de hat diese Woche einen Artikel über die illegalen Fussball Streams aus dem Internet geschrieben und hat die Problematik von diesen aufgegriffen. [...]