Lost Finale – viele Fragen bleiben
Am Sonntag liefen die letzten beiden Folgen der Serie Lost. Insgesamt ist das Finale meiner Meinung nach gelungen, auch wenn es zunächst verwirrend war. Eigentlich war die gesamte Serie ziemlich anspruchsvoll. Wenn man nur eine Folge verpasst hat, dann war es schwer wieder reinzukommen. Aber genau das war der Reiz an der Show. Intelligente Storys mit ansprechenden Charakteren vor einer beeindruckenden Kulisse + eine Menge Mystery. Vielleicht sogar zu viel Mystery.
Achtung, Spoiler! Nicht weiterlesen, falls ihr die Serie noch nicht gesehen habt oder gerade guckt!
Wie endet Lost also und was war so verwirrend? So wie ich das sehe, stellt sich heraus, dass die alternative Handlung in LA, die seit Beginn der sechsten Staffel gezeigt wird, gar kein Paralleluniversum ist. Nach der Explosion der Atombombe zum Ende der fünften Staffel bin ich eigentlich davon ausgegangen. Doch Jack stellt mit Hilfe seines Vaters zum Schluß fest, dass er und die anderen tot sind. Sie befinden sich in einer Art Zwischenwelt, kurz vor dem Leben nach dem Tod oder wie man das auch immer deuten will.
Das Verwirrende war, dass ein paar von ihnen parallel auf der Insel überleben und sie sogar verlassen. Die Antwort auf diese Rätsel lautet Zeit. Jacks Vater sagt, dass die Zeit, da wo sie sind, keine Rolle spielt. Es sind also mehrere Jahre, vielleicht Jahrzehnte, für die Überlebenden vergangen. Während Sayid, Jin, Sun, Jack usw. schon auf der Insel gestorben sind, haben Hugo, Ben, Sawyer, Kate usw. überlebt.
Diesen Part nach der Inselzeit bekommen wir jedoch nie zu sehen, was wiederum Spekulationen für eine weitere Lost Serie ermöglicht. Sie treffen sich also alle in der Kirche, nachdem sie zu verschiedenen Zeitpunkten gestorben sind und gehen zusammen in das Leben nach dem Tod. Klassisch, emotional und überraschend.
Trotz des guten Finales bleiben doch noch eine Menge Fragen offen. Vielleicht ist das sogar das das Erfolgsgeheimnis von Lost, wer weiß. So denkt man länger über die Show nach und guckt sich die Episoden nochmal an. Erklärt mir also bitte mal Folgendes:
- Warum war Claires Sohn Aaron zu Beginn der Show so wichtig? Warum meinte dieser australische Guru Claire müsste ihren Sohn persönlich erziehen und nicht zur Adoption abgeben?
- Was bedeutet die Zahlenfolge 4, 8, 15, 16, 23, 42, die ständig in der Serie auftaucht?
- Wer hat die Statue auf der Insel gebaut, wieso hat sie nur 4 Zehen?
- Wer hat die Vorräte per Fallschirm auf der Insel abgeworfen?
- Wer hat Sawyer, Juliet & Co. mit brennenden Pfeilen angegriffen, als sie durch die Zeit gesprungen sind? Wer hat auf sie geschossen, als sie die Boote benutzt haben?
- Wie kam Charles Widmore und Elois Hawking auf die Insel?
- Wieso hat “Smokey” keinen Namen?
- Was bedeuten die Hieroglyphen auf dem Timer im Bunker?
- Was hat es mit dem Tempel auf sich? Wie steht er im Verhältnis zu dem Licht? Wer hat ihn gebaut?
- Wieso kann man die Insel nur auf einem bestimmten Kurs erreichen?
- Wieso müssen alle schlafend auf die Insel befördert werden (zumindest im U-Boot)?
- Wie ist die (Adoptiv-)Mutter von Jacob und Smokey auf die Insel gekommen?
- Wieso waren Rousseau, Alex und viele andere nicht in der Kirche?
Das sind nur ein paar Dinge, die mir spontan eingefallen sind. Eigentlich könnte ich ewig so weiter machen. Matthias hat dazu in seinem Blog ein interessantes Video gepostet:
Was denkt ihr über das Finale? Ist es gelungen oder nicht?
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Kommentare


Also zu dem schlafend auf die Insel gebracht werden (ohne die Serie wirklich zu Ende geschaut zu haben – bin irgendwo in der dritten Staffel ausgestiegen): Tod ist doch Schlafes Bruder *g*
Viele der Fragen (die Zahlenfolge, das Rauchmonster, das Baby, die Statue, die Hieroglyphen usw) kamen auch in dem Teil der Serie vor, den ich noch schaute… und ich muss mal sagen: Ich wäre richtig, richtig sauer, wenn mir diese Fragen nicht beantwortet worden wären
Diese Theorie geistert auch durchs Netz. Möglicherweise waren alle schon vorher tot, vielleicht hat keiner den Absturz zu Beginn überlebt. Richard erwähnt irgendwann auch, dass die Insel seiner Meinung nach die Hölle ist und das Smokemonster der Teufel sei…letztendlich führen alle Theorien zu noch mehr Fragen.
Also die Zahlen wurden doch eindeutig in den Folgen 6.04 und 6.05 aufgelöst.
Tot waren die auf der Insel auf keinen Fall, dass die im U-Boot schlafen mussten war sicher nicht von Bedeutung – sollte es nur mysteriöser machen.
Ansonsten hat Matthew Fox bzw der Moderator in der “Aloha to Lost”-Show eine gute Erklärung gegeben, um was es bei Lost letztlich ging.
Alle ungelösten Rätsel werden aber wohl immer ungelöst bleiben, es sei denn, J.J.Abrams macht einen Film …
Die Macher haben aber sicher schon einen Hinweis gegeben, dass es das war mit Lost: “Remember. Let go. Move on.”
Aufgelöst würde ich das nicht nennen. Die Zahlen sind nur wieder aufgetaucht, wie so oft.
Das Special muss ich mir noch angucken.
Also, die Zahlen sind die Gradzahlen im Leuchtturm von Jacob und denen sind die Kandidaten zugeordnet, weil Jacob sie so beobachten kann / konnte (vermutlich wohnten die Kandidaten in der Richtung, in der die Spiegel bei Einstellung auf die entsprechenden Gradzahlen zeigten). Was will man da noch mehr aufklären?
Hier der Link zur Jimmy Kimmel-Show
http://www.youtube.com/watch?v=XgkeHl3GyZc&feature=related
Ok, aber das erklärt noch lange nicht alles. Wieso bringen die Zahlen Hugo Unglück, nachdem er mit ihnen die Lotterie gewinnt? Wieso stehen sie auf der Außenwand des Swan-Bunkers? Wieso haben die Zahlen Leonard Simms wahnsinnig gemacht? Alles nur Zufall oder Absicht?
Interessantes Zitat von Lindelof dazu:
“There are some questions that are very engaging and interesting, and then there are other questions that we have no interest whatsoever in answering. We call it the midi-chlorian debate, because at a certain point, explaining something mystical demystifies it. To try and have a character come and say, “Here is what the numbers mean,” actually makes every usage of the numbers up to that point less interesting. “
[...] vergangenen Sonntag strahlte der US-Broadcaster ABC die finalen beiden LOST Episoden aus. Kurz nachdem diese bei BitTorrent erschienen mutierten diese auch zum Download Hit. Mehr als [...]
Ich kann mich da nur anschließen. Irgendwie wurden viel zu viele Fragen offen gelassen, aber auf der anderen Seite ist das auch nicht weiter tragisch. Die Serie hat mich 5 Jahre lang begleitet und ich war immer ein großer Fan. Das Finale konnte mich sicherlich nicht so vom Hocker reißen wie zum Beispiel das Staffelfinale von Season 2 und 3, aber dennoch war es schon sehr ordentlich.
Tja, ich fand den Schluss unendlich traurig. Erstens, weil es die letzte Folge war, außerdem weil ich bis zuletzt gehofft hatte, dass genau das nicht passiert. Es bleiben viele Fragen offen. So viele, dass ich auf eine “Aufklärungsstaffel” hoffe…
Liebe Grüße an alle Gleichgesinnten…
Ich fand das Finale richtig schlecht und entäuschend. Die ganze Sache mit der Zwischenwelt ist meiner Meinung nach total überflüssig. Keine der zentralen Fragen wurden beantwortet. Zweifellos ist Lost die genialste Serie gewesen die ich kenne, aber zweifellos auch leider die mit dem absolut entäuschensten Finale.
Ich habe Lost nach den ersten 5 Folgen nicht mehr geschaut.
Was ich zwischendurch gesehen habe, bestärkt mich in der Annahme, dass die Autoren das Kiffen lassen sollten. Das Finale scheint mir der verzweifelte Versuch die zusammenhanglosen Geschichten einigermaßen sauber zu einem gemeinsamen Abschluss zu bekommen. Ohne Erfolg, wie wir an den vielen offenen Fragen sehen.
Ich habe fast alle Folgen mit großer Spannung verfolgt und nach jeder Folge ungeduldig auf die “Lösung der Geheimnisse” gewartet. Vom Finale habe ich mir da schon eine Auflösung erwartet. Aber nichts… keinerlei Auflösung oder Erklärung… nur noch mehr Fragen.
Nein, tut mir leid, aber von dem Finale bin ich mehr als enttäuscht.
Ich bin ein “Losti” von Anfang an und habe alle Folgen gesehen. Meiner Meinung nach war das Finale einmalig gut und es hätte nicht besser sein können. Allerdings habe ich es schon nach der 1. Staffel geahnt und während der 2. Staffel war ich mir dann sicher, was in “Lost” erzählt wird. Und ich lag richtig!
Mir war von Anfang an klar, dass die “Überlebenden” in Wirklichkeit ebenfalls bereits beim ersten Flugzeugabsturz ums Leben kamen, dies aber nicht realisierten, also nicht bemerkten, dass sie tot sind. Sie gingen somit nicht weiter “ins Licht” (also ins Jenseits) und blieben in einer “Zwischenwelt” oder auch Parallelwelt hängen.
Ihre “Guides”, viele würden auch Schutzengel dazu sagen, ich nenne sie lieber “jenseitige Führer”, haben Jack, Kate und wie sie alle heißen, geholfen, ihre noch unerledigten Lebensgeschichten aufzuarbeiten und somit langsam an das Wissen heranzuführen, dass sie tot sind und nun “heimgehen” sollen. Der Heimgang ist dann das Treffen in der Kirche und der Weg ins Licht, nachdem sie ihre unerledigten Lebenspläne aufgearbeitet haben.
Als jenseitige Führer (= Guides oder Schutzengel) fungierten meiner Meinung nach Desmont, Jack und Christian Shepard.
Diejenigen, die nicht in der Kirche gezeigt wurden, gehörten einer anderen “Seelenfamilie” an oder waren ebenfalls jenseitige Helfer (z. B. Ana Lucia oder Frank der Pilot) und gehen deshalb den letzten gemeinsamen Gang nicht mit.
Stimmt, es gibt noch einige ungelöste Fragen, aber mir liegt im Moment nicht zwanghaft an einer Aufklärung, ich bin nämlich noch am Finale verdauen.
Tito
Ähm, ich meinte Desmont, JACOB (und nicht Jack) und Christian Shepard fungierten als jenseitige Führer.