Ping Calls – Die neue Masche der Callcenter
Eigentlich müsste man ja annehmen, dass unerwünschte Werbeanrufe der Geschichte angehören. Seit dem 04.08 droht nämlich jedem, der ungefragt zu Hause bei Leuten anruft um Lotterielose, Telefonverträge & Co. zu verkaufen eine Geldstrafe von 50.000 Euro. Telefonwerbung ist seit diesem Tag nur noch legal, wenn der Angerufene vorher ausdrücklich zugestimmt hat. Desweiteren darf das Callcenter seine Rufnummer nicht unterdrücken.
Also nie wieder nervige Cold Calls? Weit gefehlt. Leider haben Callcenter bereits eine trickreiche Methode gefunden um die Leute trotzdem weiterhin belästigen zu können. Die neue Masche nennt sich Ping Call und dürfte vielen Handybesitzern bekannt sein. Eine unbekannte Nummer ruft an und lässt nur einmal klingeln. Der Angerufene soll dadurch zum Rückruf animiert werden. Leider kostet dieser dann viel Geld (oft 0900 Nummern) und man hört meistens nichts oder nur eine Bandansage.
Bei Ping Calls von Callcentern ist es etwas anders. Es gibt ebenfalls einen Kurzanruf mit Nummer im Display. Diese Nummer ist jedoch echt und in vielen Fällen sogar kostenlos. Ist man dann so dumm und ruft zurück, hat man den aufdringlichen Callcentermitarbeiter am Ohr. Da man die Nummer selbst gewählt hat, braucht das Callcenter keine lästige Genehmigung mehr.
Ob das koscher ist oder nicht müssen Juristen bewerten. Ich empfehle bei unerwünschter Telefonwerbung immer die Robinsonliste. Die hat bei mir Wunder gewirkt. Ich hatte schon seit Jahren keinen Werbeanruf mehr. Alternativ kann man sich auch unter rufnummernmissbrauch@bnetza.de bei der Bundesnetzagentur beschweren.
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Kommentare


Wer so neugierig ist und bei einem ihm unbekannten Teilnehmer zurück ruft, hat es eigentlich nicht besser verdient.
Ob umsonst oder nicht, ich rufe niemanden zurück, den ich nicht Anhand der Rufnummer zuordnen kann.
Ich generell auch nicht, aber wenns auf dem Geschäfftshandy klingelt mit einer Nummer die einem “bekannt” vorkommt, naja dann ruft man zurück.