Post von Robert Smith und Highlet – virales Marketing?






Heute fischte ich einen ungewöhnlichen Brief aus der Post. Von aussen war kein Absender zu erkennen, aber laut Poststempel wurde er in Hamburg verschickt. Der Inhalt bestand aus einem Schreiben von einer Firma (?) namens Highlet, einem schwarz-weiß Foto von einem gewissen Robert Smith und einer 5,25″ Diskette.
In dem Schreiben erklärt mir Herr Smith, dass sein Unternehmen vor kurzem den Status Quo Buisness Award für jahrelange Stagnation bekommen hat. Als jahrelanger Hersteller von Schnürösen hat man standhaft der Versuchung des Hightechs widerstanden. Mehr Informationen soll es auf der Diskette und auf der Homepage Highlet.com geben.

Im Hintergrund des Schreibens und des Fotos, im Firmenlogo und auf der Diskette (vielleicht die Diskette selbst – Kreis in der Mitte?) befindet sich ein Kreis was wohl eine Schnüröse darstellen soll. Erste Hinweise?
Das Foto zeigt einen älteren Mann namens Robert Smith. Darüber befindet sich der Spruch “By staying ourselves, we’ve become ourselves”. Das ungewöhnlichste an der Sache ist eindeutig die Diskette. Welches moderne Unternehmen würde in Zeiten von Blu-ray und HD-DVD eine 5,25″ Scheibe versenden? Hier sind Leute mit einem älteren PC klar im Vorteil, ich kann leider nicht nachsehen welcher Inhalt sich darauf befindet. Aber zum Glück soll sich auch alles auf Highlet.com finden.

Zum vergrößern klicken:
highlet robert smith highlet.com Eyeleters
(Fotos dürfen kopiert werden, Schriftzug darf nicht entfernt werden!)

Diese Webadresse ist wohl der eindeutigste Hinweis und hier beginnt auch die Suche. Dort findet sich aber auf den ersten Blick nicht viel, da das ganze noch im Aufbau ist und erst morgen (11.10) freigeschaltet wird. Der Standort der Firma soll Thornhilly sein, aber es ist fraglich ob das überhaupt exisitiert. Ganz unten befindet sich ein Hinweis auf etwas, dass sich “The Eyeleters” nennt. Nach einer Googlesuche findet man eine MySpace Seite, die scheinbar einer Musikgruppe gehört, in der alle Smith heißen. Dort kann man sich auch ein Lied anhören, das “Eyelet Resurrection” heißt und stark an Musik aus den 80ern erinnert. Im Hintergrund findet sich wieder das Ringsymbol.

Weitere Recherechen zeigen, dass ich nicht der einzige bin, der das Schreiben erhalten hat. Dieser Webmaster hat auch die gleiche Post bekommen, nur in französisch. Wenn man sich anguckt, wem die Adresse highlet.com gehört, findet man eine gewisse GOMEZ, Mandy aus Frankreich. Ein Leser des Blogs berichtet auch vom gleichen Schreiben in Rom. Scheint also eine europaweite Kampagne zu sein. Eine weitere Seite findet sich hier. Wieder auf französisch und mit keinem echten Inhalt jedoch findet man unten rechts ein Plattencover von “The Eyeleters” mit dem Ringsymbol als Kopf der Bandmitglieder. Ich hab ehrlich gesagt null Ahnung was das ganze soll, aber ich vermute eine virale Marketingkampagne dahinter.

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 10. Oktober 2007

6 Kommentare zu “Post von Robert Smith und Highlet – virales Marketing?”

  1. [...] dem kann ich den Beitrag “Post von Robert Smith und Highlet – virales Marketing?” auf mediauser Blog empfehlen. Paul schreibt, wer oder was hinter dieser tollen Marketing-Aktion steht und was diese [...]

  2. [...] etwas Verspätung ist gestern die Website Highlet.com zu einer aktuellen viralen Marketingkampagne online gegangen. Viele neue Erkenntnisse finden sich auch hier nicht oder [...]

  3. [...] erreichte mich eine eMail von Publicis Modem aus Hamburg zum Thema Highlet und virales Marketing. Bei Publicis Modem handelt es sich um die Werbeagentur, die für die [...]

  4. [...] fand ich wieder überraschende Post im Briefkasten. Diesmal war es jedoch keine 5,25″ Diskette und auch [...]

  5. Interessant zum Virales Marketing:

    “Erst inspirieren, dann spielen”

    Frank Magdans 19.07.2008
    Die Macher des Internetpuzzles Aladygma über Indie-Games, Netzkunst und Virales Marketing
    heise.de/tp/r4/artikel/28/28298/1.html

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