Telekom arbeitet an Kindle Konkurrenz
Der Kindle ist hässlich und teuer, aber das muss nicht heißen, dass er schlecht und erfolglos ist. Denn trotz des eigenwilligen Designs und einem Preis von ca. 360 $ ist er ein Hit. Der Hype um den kleinen e-reader war bei Veröffentlichung so groß, dass er schnell ausverkauft war. Amazon hat scheinbar genau den Nerv vieler User getroffen und innerhalb von Tagen alle produzierten Einheiten verkauft. Leider kamen bis jetzt nur Amerikaner in den Genuß des digitalen Buchkonsums, in Deutschland kann man den Kindle nicht kaufen.
Mit ein Grund für den Erfolg ist sicherlich die große Auswahl an Büchern und vor allem der Preis. So bekommt man laut Amazon 98 von 112 Bücher von der New York Times Bestseller Liste. Insgesamt stehen 145.000 Bücher zum Download und meistens muss man dafür nur 10 $ hinlegen, also deutlich günstiger als die gedruckte Ausgabe. Zeitungen können ebenfalls abonniert werden und werden jeden Morgen frisch an den Kindle gesendet.
CrunchGear und der Spiegel berichten nun, dass die Telekom an einem e-reader arbeitet, der dem Kindle möglicherweise Konkurrenz machen könnte. Das “News4me” getaufte Projekt wird von Deutsche Telekom Laboratories, einer Forschungsabteilung der Telekom, entwickelt. Laut dem Leiter Peter Möckel versucht die Telekom einen Markt zwischen Laptops und Handys zu erschließen. Man wird das Gerät aber nicht selbst produzieren und auch keine Inhalte liefern, die User werden sich wahrscheinlich einzeln an die Anbieter wenden müssen. Preise für Geräte und Inhalte sind unbekannt, aber es wird auch schon über eine mögliche Finanzierung durch Werbung gemunkelt.
Betrachtet man den Erfolg des Kindles in den USA, so wird auch “News4me” wahrscheinlich ein Hit. Für mich ist nur unverständlich wieso Amazon nicht schon früher reagiert hat und den Kindle in Europa verkauft? Inhalte wären kein Problem, schließlich gibt es schon deutsche Zeitungen auf Amazon.com, die man abonnieren kann. Wie auch immer, die Telekom wird mit dem Gerät sicherlich erfolgreich sein da der genannte Markt zwischen Laptop und Handy sicherlich existiert und bis jetzt nicht bedient wird. Abhängig ist der Erfolg primär vom Content, aber die meisten Verleger werden den Trend wohl erkannt haben und genug Material liefern. Bleibt nur noch die Frage nach dem Preis.
Update: Amazon hat reagiert und will den Kindle ab Herbst auch in Deutschland verkaufen!
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Kommentare


Fragt sich nur, wie lange der Markt wirklich existent bleibt. Ich glaub eher, dass er bald vom Handy gefressen wird. Ähnlich wie diese Message-Teile, die es früher mal gab. Oder Piepser…
@Marco
Hast du schon einmal versucht ein PDF auf deinem Handy zu lesen? Also mir macht das noch weniger Spaß als sitzend vor dem Monitor. E-Reader sind bei uns eine große Marktlücke.
Sicher? Wie wärs dann mit bookr, oder wie das Programm hiess, auf der PSP. Liest sich nicht schlecht und wenn man mit der PSP auch noch irgendwann telefonieren (skypen) kann, wär das doch ziemlich optimal *g*