Xerox entwickelt löschbares Papier






Zwar ist Papier nicht so teuer, aber gut für die Umwelt ist es nicht. Schließlich müssen dafür massenweise Bäume gefällt werden. Trotz zunehmender Digitalisierung sind wir immer noch darauf angewiesen. Texte auf dem Bildschirm zu lesen ist halt nicht vergleichbar mit einem Stück Papier, das man fühlen, bearbeiten und schnell weitergeben kann. eMails machen da keine Probleme, aber versucht mal nen wissenschaftlichen Text am Schirm zu lesen. Oft druckt man dabei aber nur ein paar Seiten, die man später nie wieder nutzt und einfach wegwirft. Ist praktisch wie mit Einwegkameras, einmal benutzen und dann wegwerfen – ökonomischer und ökologischer Wahnsinn.

Abhilfe für dieses Problem könnte jetzt Xerox entwickelt haben. Das löschbare Papier kann ganz gewöhnlich mit Text und Grafiken bedruckt werden. Nach 24h verschwindet der Druck jedoch und man hat wieder ein leeres Blatt. Alternative kann man es auch durch einen speziellen Drucker jagen, der das Papier sofort löscht. Insgesamt soll das bis zu 100x mit einem Blatt funktionieren. Leider wird das Papier nutzlos, sobald es geknickt oder mit einem normalen Stift beschrieben wird.
Das liegt u.a. an der Methode, die verwendet wird um das Löschen zu ermöglichen. Dafür hat Xerox ein Molekül entwickelt, das sich auf dem Papier befindet. Sobald dieses mit ultravioletem Licht bestrahlt wird, kann ein Muster (Text oder Bilder) erzeugt werden. Nach 24h ordnen sich die Moleküle wieder in die Ausgangsposition zurück bzw. werden durch Wärme sofort zurückversetzt.

Die 24h Frist ist für manche Vorhaben vielleicht zu kurz, eine längere Periode wäre besser. Wahrscheinlich wird es auch Varianten mit einer längeren Zeitspanne geben, falls das Wunderpapier wirklich mal auf den Markt kommen sollte. Bis jetzt gibt es zum Preis noch keine Angaben, aber das Argument “Öko” sollte das Käuferinteresse wecken.

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 6. Mai 2008

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